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Allergologie: Diagnostische und therapeutische Leistungen bei Allergien

Unsere Allergieabteilung bietet folgende diagnostische und therapeutische Leistungen an:

Etwa 20% unserer Bevölkerung leidet bereits an Allergien der oberen Luftwege, etwa jedes 10. Kleinkind an Neurodermitis. Zur Identifizierung relevanter Allergene führen wir Hauttestungen auf Baum-, Gräser- und Kräuterpollen, Milben, Tierhaare, Latex, Schimmelpilze, Insektengifte, Nahrungsmittel, Gewürze und Arzneimittel wie z.B. lokale Betäubungsmittel durch.

Pollenallergiker haben häufig allergische Kreuzreaktionen zu Obst, Gemüse und Kräutern. Diese beruhen auf Verwandtschaften zwischen Pollenallergenen und bestimmten Nahrungsmittelallergenen. Zum Hauptallergen der Birkenpollen (Bet V 5) bestehen große Strukturverwandtschaften zu Allergenen in Haselnuss, Apfel, Möhre und vielen Gewürzen. Das Hauptallergen der Birke Bet V 5 ist ein pflanzliches Stressprotein, welches die Birke bei Parasitenbefall oder Umweltbelastung vermehrt bildet. So produziert eine Birke in der Nähe einer hoch frequentierten Großstadtstraße mehr aggressive Allergene als eine Birke in wenig belastetem ländlichen Gebiet. Diese neuen Erkenntnisse unterstreichen den Zusammenhang zwischen Umweltbelastung und Zunahme der Allergien und die Bedeutung der Allergologie.

Als Testverfahren stehen uns Prick-, Scratch-, Intrakutan-, Reibe- und Provokationsteste zur Verfügung, um eine allergische Sensibilisierung aufzuspüren. Antihistaminika bzw. Juckreiz hemmende Medikamente sollten mindestens 1 Woche vor dem Allergietest, Kortisonpräparate 3 Wochen vor dem Test abgesetzt werden, da sie positive Testergebnisse unterdrücken können.

Bei schweren Pollen- bzw. Hausstaubmilbenallergien mit Tendenz zur Zunahme und Entwicklung eines Asthma bronchiale sowie bei Bienen- und Wespengiftallergien führen wir die Desensibilisierung durch. Die Desensibilisierung stellt eine spezifische Immuntherapie dar, die insbesondere bei starken Pollen- bzw. Hausstaubmilbenallergien einem Etagenwechsel zu tieferen Abschnitten des Bronchialsystems und somit einer Entwicklung eines Asthma bronchiale entgegenwirkt.

Wichtige Sicherheitshinweise zur Desensibilisierung

Desensibilisierungen führen wir in unserer Praxis ab dem 16. Lebensjahr durch. Patienten mit schwachen, dünnen Armvenen oder schlechter Auffindbarkeit der Armvenen bei Übergewicht können für die ambulante Desensibilisierung ungeeignet sein. Patienten mit Tumor-, Herzkreislauf-, Autoimmunerkrankungen, Schwangere und Patienten, die Kortison oder andere das Immunsystem hemmende Arzneimittel (Azathioprin, Metothrexat u.a.) einnehmen müssen, dürfen nicht desensibilisiert werden. Auch die Einnahme von Bluthochdruck- und Herzkreislaufmedikamenten wie Beta-Blocker, ACE-Hemmer oder beta-Blocker-haltige Augentropfen schließen eine Desensibilisierung aus.

Nach Erhalt der Injektion ist eine Beobachtungszeit von 20-30 Minuten immer erforderlich. Am Tag der Desensibilisierung sollten Sie sich gut fühlen, nicht stark erkältet sein, keine andere Impfung ( z.B. Tetanus) erhalten haben und keinen intensiven Sport nach der Injektion treiben, um das Immunsystem nicht zu überlasten. Halten Sie auch die vorgesehenen Zeiträume der Desensibilisierungsinjektionen ein.

Warnsignale einer Überempfindlichkeit auf die Desensibilisierungsinjektion

Mögliche Überempfindlichkeitsreaktionen nach der Desensibilisierungsinjektion können sich durch Kribbeln im Gaumen, in den Ohren, Hand- und Fußflächen ankündigen. Auch Unwohlsein, Herzrasen, innere Unruhe, Schweißausbruch, erschwerte Atmung, Harn- oder Stuhldrang, eine ungewöhnlich starke Schwellung an der Injektionsstelle oder das Auftreten von Juckreiz und Quaddeln an der Haut deuten auf eine beginnende anaphylaktische Reaktion hin. Informieren Sie die Arzthelferin bei diesen Symptomen unmittelbar, so dass wir die Überreaktion sofort medikamentös abfangen können.

Kontaktallergien, die häufig Ursache von Handekzemen oder Unterschenkelekzemen insbesondere bei Venenleiden sind, lassen sich mit dem Epikutan-Test nachweisen. Mit dem Epikutan-Test können wichtige Allergene im Haushalt, in Kosmetika, arzneimittelhaltigen äußeren Zubereitungen oder Berufsallergene z.B. im Frisörbereich, der metall- oder holzverarbeitenden Industrie identifiziert werden. Beim Epikutan-Test werden allergenbeschichtete Pflaster für 48 Stunden auf den Rücken geklebt, dann entfernt und abgelesen. Die Endablesung erfolgt nochmals einen Tag später (nach 72 Stunden vom Testbeginn). Epikutan-Testungen legen wir daher nur montags (Mo-> Mi + Do), und dienstags (Di-> Do + Fr) auf. Während der ersten 48 Stunden, in denen sich die Testpflaster auf dem Rücken befinden, sollten Sie nicht stark schwitzen und auch nicht duschen, um eine sichere Auswertung des Epikutan-Tests zu gewährleisten. Bei speziellen Fragestellungen zur Klärung von berufskrankheiten kann es erforderlich sein, Proben vom Arbeitsplatz mit den zugehörigen Sicherheits-DIN-Vorschriften mitzubringen. Eine Auftragung von Berufsallergenen darf nie unverdünnt auf die Haut erfolgen und erfordert stets die Anweisung durch den Arzt. Bei Verdacht auf eine Berufskrankheit wird ein Hautarztbericht an die zuständige Berufsgenossenschaft geleitet, deren Anschrift dem Arbeitgeber bzw. dem Sicherheitsbeauftragten Ihres Betriebes bekannt ist. Liegt eine Berufskrankheit vor, sind wir zur Anzeige einer Berufskrankheit verpflichtet. Diese hat wichtige versicherungsrechtliche Konsequenzen.

Stand: 15.02.2013nach oben

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